Was kostet eine Website 2026? Realistischer Preisvergleich für KMU in Bayern

  • 29 Apr 2026
  • CODLAB Team
  • 5 min
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Eine professionelle Unternehmens-Website kostet 2026 zwischen 0 € und 8.000 € Setup, plus 11–50 €/Monat laufend — abhängig davon, ob Sie selbst einen Baukasten zusammenklicken, einen Freelancer beauftragen, eine Agentur engagieren oder eine Webseite-Flatrate buchen. Der reale Total-Cost-of-Ownership über 3 Jahre liegt zwischen 396 € (DIY Wix) und 13.500 € (Agentur). Dieser Artikel erklärt, wann sich welche Variante für KMU in Bayern wirklich rechnet — mit echten Zahlen statt Marketing-Sprech.

Die fünf realistischen Optionen für eine KMU-Website 2026

In den letzten 15 Jahren als Entwickler in Regensburg habe ich praktisch jeden Web-Vertrag gesehen, der einem Geschäftsführer auf den Tisch gelegt wird. Es gibt fünf Modelle — und sie sind preislich Welten voneinander entfernt:

1. DIY-Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace, Webflow)

  • Setup: 0 €
  • Monatlich: 11–25 €
  • Zeitaufwand: 20–60 Stunden Eigenarbeit
  • 3-Jahres-TCO: 396–900 € + ca. 1.500 € Opportunitätskosten der Eigenarbeit (bei Geschäftsführer-Stundensatz von 50 €)

Sie ziehen Bausteine zusammen, schreiben die Texte selbst, suchen Stockfotos und kümmern sich später auch um Updates und SEO. Geeignet für: Einzelunternehmer, die exakt zwei Stunden im Monat Zeit haben für Pflege und denen das genügt, was Wix kann.

2. Freelancer (regional, projektbasiert)

  • Setup: 800–2.500 € einmalig
  • Hosting separat: 8–20 €/Monat (Strato, IONOS, etc.)
  • Spätere Änderungen: 60–80 €/h
  • 3-Jahres-TCO: ca. 1.700–3.700 €

Ein Freelancer baut Ihnen meist eine WordPress-Site auf einem Standard-Theme. Vorteil: günstiger als Agentur. Nachteil: Sie sind abhängig von einer einzelnen Person — Krankheit, Urlaub oder Job-Wechsel des Freelancers blockiert Sie. Die Pflege der Plugins und Sicherheits-Updates landet oft bei Ihnen.

3. Klassische Agentur

  • Setup: 3.000–8.000 € einmalig (mittlere Größe in Bayern)
  • Hosting: 20–50 €/Monat
  • Wartung/Änderungen: 80–120 €/h
  • 3-Jahres-TCO: ca. 5.500–13.500 € — und nach oben offen

Die Agentur liefert Ihnen ein Konzept-Workshop, ein eigenes Design, ein Konzept der Sitemap, mehrere Korrekturschleifen, manchmal auch Foto-Shooting und Texte. Das hat seinen Preis — und seine Zeit. Realistische Lieferzeit: 2–4 Monate. Vorteil: hochwertiges, einzigartiges Ergebnis. Nachteil: hohe Initial-Investition; Änderungen nach Launch sind teuer und lang.

4. Webseite-Flatrate (z. B. CodLab)

  • Setup: 0 €
  • Monatlich: 70 €/Monat (komplettes Paket: Hosting, SSL, SEO-Basis, Support, eine Änderung pro Monat)
  • 3-Jahres-TCO: 2.520 €

Ein neueres Modell, das die Lücke zwischen DIY und Agentur schließt: Sie zahlen einen festen Monatspreis, ein echter Entwickler baut Ihre Website auf einem strukturierten Framework (z. B. Django) und kümmert sich um Hosting, Updates, Backups und kleine Änderungen. Lieferzeit: 14 Tage. Vorteil: kein Upfront, planbare Kosten, keine versteckten Pflegerechnungen. Nachteil: Mindestlaufzeit (typisch 12 Monate); der Quellcode bleibt beim Anbieter, weil es ein Abonnement ist und kein Kauf.

5. Custom Development (eigene Webapp, Quellcode-Eigentum)

  • Setup: 4.900–25.000 € einmalig
  • Hosting + Wartung: projektabhängig
  • 3-Jahres-TCO: ab 6.500 €

Wenn Sie eine echte Webapplikation brauchen (Buchungssystem, internes CRM, Mitgliederbereich, Online-Shop mit Sonderlogik), ist das kein Website-Projekt mehr — das ist Software-Entwicklung. Sie bekommen den Quellcode, Sie sind Eigentümer, Sie können bei jedem Entwickler weitermachen. Aber Sie zahlen das auch entsprechend.

Die ehrliche Vergleichstabelle

Hier sind die Optionen direkt nebeneinander für eine typische KMU mit 5–10 Seiten, einem Kontaktformular, einem Blog und Mehrsprachigkeit:

ModellSetupPro MonatLive in3-Jahres-TCO
Wix/Jimdo DIY0 €11–25 €Wochen (eigene Zeit)396–900 €
Freelancer + WordPress800–2.500 €8–20 €3–6 Wochen1.700–3.700 €
Klassische Agentur3.000–8.000 €20–50 € + Wartung2–4 Monate5.500–13.500 €
Webseite-Flatrate0 €70 €14 Tage2.520 €
Custom Development4.900 €+variabel2–4 Monate6.500 €+

Wann lohnt sich was?

Wix/Jimdo ist die richtige Wahl, wenn Sie wirklich nur eine Visitenkarte brauchen, drei Stunden im Monat Zeit haben und es Ihnen egal ist, dass Ihre Seite aussieht wie 200.000 andere Wix-Seiten in Deutschland.

Ein Freelancer ist sinnvoll, wenn Sie jemanden persönlich kennen, der zuverlässig ist, und Sie ein einmaliges Projekt mit vorhersagbarem Umfang haben. Vorsicht: viele Freelancer übernehmen das Hosting nicht — Sie kümmern sich dann selbst.

Eine klassische Agentur ist die richtige Wahl, wenn Sie ein Marken-Auftritt mit eigenem Design brauchen (z. B. Hotel, Hersteller mit gehobenem Image, Praxis-Gemeinschaft mit Anspruch) und das Budget vorhanden ist. Erwarten Sie Workshop-Phasen, mehrere Korrekturschleifen und einen Projekt-Manager als Ansprechpartner.

Eine Webseite-Flatrate ist die richtige Wahl, wenn Sie ein lokales Unternehmen führen (Handwerk, Gastronomie, Beratung, Praxis), Sie keine 5.000 € upfront ausgeben können oder wollen, und Sie sich nicht selbst um die Website kümmern wollen. Die monatliche Vorhersagbarkeit ist hier das Killer-Feature.

Custom Development ist die richtige Wahl, wenn Sie eine echte Software brauchen, nicht nur eine Website — z. B. ein Buchungssystem mit Mehrbenutzern und Kalender-Sync, ein internes Tool zur Auftragsverwaltung, oder eine API-Integration mit ERP-Systemen.

Versteckte Kosten, die niemand auf das Angebot schreibt

Egal welches Modell: rechnen Sie diese Posten ein, sonst wird Ihr "günstiges" Projekt schnell zur Kostenfalle:

  • SSL-Zertifikat: 0–80 €/Jahr (Let's Encrypt ist kostenlos, aber wer richtet es ein?)
  • Domain-Registrierung: 8–15 €/Jahr (.de) — manche Anbieter rechnen das separat
  • DSGVO-Cookie-Banner: 0 €, aber technisches Setup nötig
  • Impressum, Datenschutzerklärung, AGB: Anwaltlich erstellt 200–500 € einmalig
  • Stockfotos / Bildlizenzen: 30–200 € einmalig
  • Texterstellung: wenn Sie sie selbst nicht schreiben, 50–150 € pro Seite vom Texter
  • Wartungs-Updates: bei WordPress-Sites pflichtmäßig — Plugins-Updates, Security-Patches. Kosten 30–80 €/Monat oder Eigenaufwand.
  • Backups: wer macht sie? Wer testet das Restore? Die meisten Hoster bieten "Backup" — aber kein automatisches Restore-Drill.

Bei Webseite-Flatrate-Modellen sind die meisten dieser Posten enthalten. Bei Freelancer- und Agentur-Modellen müssen Sie das aktiv erfragen und prüfen.

Die häufigste Fehlentscheidung: Setup-Kosten vs. laufende Kosten

Geschäftsführer fokussieren oft nur auf das Setup-Budget — "wir haben 3.000 € für die Website" — und vergessen, dass die Wartung und Änderungen über 3 Jahre oft mehr kostet als der Setup selbst. Das Ergebnis: nach 18 Monaten ist die Site veraltet, niemand pflegt sie, neue Plugins reißen Sicherheitslücken auf, und Sie zahlen schließlich nochmal 2.000 € für einen "kleinen Relaunch".

Die Webseite-Flatrate löst genau dieses Problem strukturell: feste monatliche Kosten, eine inhaltliche Anpassung pro Monat ist eingebaut, Updates und Backups sind nicht "extra".

Was kostet eine professionelle Website bei CODLAB?

Wir bieten konkret zwei Pakete:

  • Starter Website: 70 €/Monat — fünf individuell gestaltete Seiten, Blog, Hosting in Deutschland, SSL, SEO-Basis, eine Inhalts-Anpassung pro Monat, persönlicher Entwickler-Support per WhatsApp und E-Mail. 12 Monate Mindestlaufzeit, danach monatlich kündbar.
  • E-Commerce Website: 150 €/Monat — alles aus Starter plus vollständiger Online-Shop mit Stripe-Checkout, Bestellverwaltung, Versandoptionen.

Brauchen Sie etwas Spezielles — ein Buchungssystem, einen KI-Chatbot, eine Datenbank-Lösung mit FileMaker? Dann reden wir über Custom Development. Aber 90 % aller KMU brauchen keine eigene Software — sie brauchen eine professionelle Website. Und die kostet bei uns 70 € im Monat.

Wenn Sie unsicher sind, welches Modell für Sie passt: vereinbaren Sie ein kostenloses 30-Minuten-Gespräch — wir sagen Ihnen ehrlich, was Sie wirklich brauchen, auch wenn die Antwort "Wix reicht" lautet.

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